Feministische Philosophie und Keramik in Aktion

Feministische Philosophie und Keramik in Aktion

Töpfern, Weben, Sticken: Einst der Inbegriff weiblicher Kunst.

Wurde noch zu Beginn des vorigen Jahrhunderts und innerhalb der künstlerischen Studien für Frauen der Begriff der „Kunstgewerblerin“ oft abschätzig verwendet, so erleben wir heute einen atemberaubenden Bedeutungswandel: Alte Techniken mischen sich mit queeren, aktionistischen Praktiken.

Denken, Forschen, Philosophieren: feministisch! In einer neuen Form wollen wir beides (in einer Lehrveranstaltung) verbinden; Gedanken bilden und Ideen formen, Intersektion, Vernetzung, Exploration Raum geben. In der Nachfolge der Grundbedeutung von Peripatetic (Herumgehen), beim gemeinsamen Arbeiten Texte hören, lesen, diskutieren. Wenn Helene Cixous im „Lachen der Medusa“ eine „Ecriture feminine“ einfordert, können sich Bilder direkt in TON und FORM umwandeln, ähnlich der Künstler*in der griechischen Antike, die die Lyrikerin Sappho als rotfigurige Gestalt auf einem Kalathos verewigte. 

Was dabei herauskommt, könnte nichts weniger als den Anspruch auf eine neue feministische Plastik erheben. Das experimentelle Arbeiten mit dem Material Keramik wird auf allen Ebenen unterstützt.