Philipp Kleinmichel, Research Fellow

Dr.phil. Philipp Kleinmichel
philipp.kleinmichel@uni-ak.ac.at
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Philipp Kleinmichel ist Philosoph, Kunst- und Kulturwissenschaftler. Er untersucht Stabilität und Transformation der Hegemonie der westlichen Kunst und Kultur. Im Zentrum seiner Arbeit steht der Widerspruch zwischen der Politisierung von Kunst und Theorie und ihrer Funktion für den institutionellen Erhalt unter Bedingungen permanenten kulturellen Wandels. In seiner kürzlich abgeschlossenen Habilitationsschrift entwickelt er eine Theorie kultureller Transformation. Gegenwärtig beschäftigt er sich mit der diskursanalytischen Rekonstruktion und Aktualisierung der Basis/Überbau-Debatte im Kunstdiskurs sowie mit der Analyse künstlerischer Strategien der Anpassung an die Automatisierung künstlerischer Produktionsmittel seit der Moderne.

Er promovierte an der HfG Karlsruhe/ZKM und studierte Philosophie sowie Kunst- und Medientheorie in Freiburg, Karlsruhe und New York. Zu seinen wissenschaftlichen Stationen zählen die Zeppelin Universität, die New School for Social Research, das Whitney Museum Independent Study Program und die Akademie Schloss Solitude. Zudem lehrte er unter anderem an der Universität der Künste Berlin, am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen und an der Universität Hamburg.

Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit organisierte er öffentliche Seminare und Reading Groups im Rahmen von Ausstellungsprojekten, unter anderem für die Berlin Biennale, den Westfälischen Kunstverein und die Kunsthalle Münster. Von 2018 bis 2025 verantwortete er zudem das kollaborative Seminarformat Kreativität und Performanz am artsprogram der Zeppelin Universität.

Publikationen (Auswahl): Im Namen der Kunst. Eine Genealogie der politischen Ästhetik (Wien: Passagen, 2014); „Symbolic Excess of Art Activism“, in: Karen van den Berg, Cara Jordan, Philipp Kleinmichel (Hg.), The Art of Direct Action. Social Sculpture and Beyond, Berlin: Sternberg, 2019, S. 211–238; „Die Ohnmacht der Bilder und das Schicksal der Logozentrismuskritik“, in: Jonas Etten, Julian Jochmaring (Hg.), Nach der ikonischen Wende, Berlin: Kadmos, 2021, S. 259–312; „The Cultural Currency of Semiocapitalism: On the General Law of Exchange“, in: Joan Ramon Resina (Hg.), Cultures of Currencies. Literature and the Symbolic Foundation of Money, London/New York: Routledge, 2022, S. 36–49; „Die Universität als Maschine. Walter Benjamins Theorie des Berufsapparats“, in: Philipp Kleinmichel, Jan Söffner, Joachim Landkammer, Rahel Spöhrer (Hg.), Die Kunst der Universität. Episteme, Ästhetik, Institution, Berlin: transcript, 2024, S. 75–94.